Gemeingüter und der 2er. Ein Denkanstoß zum neuen Jahr!

Schon über fünf Jahre existiert das Projekt 2er Skatepark mitten in Hannovers Linden und es gedeiht prächtig! Dem Platz haftet “etwas besonderes” an, das ist für jeden sichtbar, egal ob Skater, Künstler oder einfach nur Spaziergänger. Der Platz ansich, die Stimmung unter den Besuchern und Nutzern und auch die Art und Weise das Projekt betreffende Entscheidungen zu treffen, sind in der generellen Umgebung so selten zu finden, dabei aber offensichtlich sehr fruchtbar! Wir haben in der Vergangenheit viel entsprechendes Feedback bekommen und uns oft gefragt, was genau denn da überhaupt passiert, mit uns selbst – dem stetig wachsenden “harten Kern” der 2er Crew – aus der sich immer wieder erstaunliche, sehr dynamische Ereignisse entwickeln, die oft viele Menschen motivieren, einen Teil dazu beizutragen.

Im Kontrast steht eine scheinbar immer labiler werdende, abgehetzte, und oft sehr unglückliche Gesellschaft. Weltweit lassen sich massive Umweltschäden, Konflikte und beispiellose Armut und Ausbeutung beobachten, die “glücklicherweise” immer mehr Menschen zum aufhorchen, überdenken und handeln bringen. Es müssen neue Modelle des zusammenlebens und wirtschaftens gefunden werden, in denen der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Fähgkeiten wieder im Mittelpunkt steht.

Der Begriff der “Commons” oder besser verständlich der “Gemeingüter” ist zur Zeit in aller Munde und bietet eine willkommene Chance, die schier übermächtige Ansammlung von aktuellen Zusammenhängen, Herausforderungen, Problematiken und Chancen – im kleinen wie im Großen – neu zu ordnen. Dabei lassen sich am Beispiel des 2ers viele Dinge finden, die in ihrem Wesen viele erläuterte Ansätze der “Commons” Theorie wiederspiegeln.

Umfassende Infos zum Prinzip der Commons gibt es HIER.

Und was hat Skateboarding jetzt damit zu tun?

Dem Skateboarding wohnt eine seltengewordene Freiheit inne. Klar lässt es sich – vielleicht auch gerade deshalb – hervorragend vermarkten, dient als Mittel zum Zweck mit allem was dazu gehört; aber jeder, der die Session mit Freunden, die Überwindung vor einem Handrail, das Erfolgserlebnis des ersten Ollies, das erlernen und verfeinern von Tricks, das Gefühl nachts eine leere Straße zu pushen kennt, weiß was hier gemeint ist. Es geht um das Miteinander. Kein gegnerisches Team. Kein Trainer. Keiner der sagt, man solle lieber Heelflips üben, obwohl man eigentlich lieber Kickflips macht… Regeln ja, aber aus der Sache heraus. Erfolgsdruck in erster Linie aus eigener Motivation. Skateboarding lässt sich seine Vielfalt nicht wegnehmen, und dieses Prinzip sollte wieder für mehr gelten – So wie es eigentlich auch schon immer war.

Wir sind überzeugter und motiviertet denn je, den 2er in Zukunft MIT unf FÜR euch alle zu gestalten. In diesem Sinne freuen wir uns auf ein ereignisreiches und fruchtbares Jahr 2014!

 

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